Only Time

you do not de and serve me
not my face and not my knee
you do not understand me
I am more than just a flea

you see my eyes and not my mind
you are still running and blind
you’re not my friend, a Feind
you’re rude, you’re damned, unkind

what’s in my head, a brain
and in your head’s a chain
I also love and Bane
and not just bats on batman lane

I am not insane

Advertisements

Prognosen

keyboard

In meiner altklugen Weisheit wage ich jetzt mal eine Behauptung aufzustellen, die vielen Musikfreunden unter euch übel aufstoßen könnte:

Es wird schon bald kein Last.FM mehr geben. Da hilft wohl auch das Last im Wort nicht mehr, was ja einen ziemlich heftigen ironischen Beigeschmack entfacht in meinen Augen. Äh Mund.

Ja. Last.FM ist seinem Untergang geweiht. Und wisst ihr auch, warum?

Weil es gar keine Leute mehr gibt bald, die noch über eine eigene Musiksammlung verfügen. Oder besser gesagt: verfügen wollen. Das Scrobbling hat sozusagen ausgedient. Die Mediathek anschmeißen und auf Dateien von der eigenen Festplatte zurückgreifen, die zynischerweise immer größer wird, Terabytes sei Dank, aber eigentlich immer weniger herhalten muss für den privaten Gebrauch, ist so was von Old School geworden in der voranschreitenden Digital Evolution, obwohl die Evolution ja eigentlich nur biologischen Charakter hat. Nun ja. Ursprünglich.

Punkt: Festplatten werden immer klopsiger (Alter, mir fällt einfach kein Wort für die Voluminösität eines Datenträgers ein), aber die persönlichen Datenmengen schrumpfen for real, weil es cool und praktisch geworden ist, seine ganzen Daten sowieso eh gleich im Netz zu speichern, auf Facebook oder sonst wo in irgendwelchen Clouds und Plattformen. Das ist ja prinzipiell auch das sicherste Back-Up, was man machen kann, also davon ausgehend, dass sich das Internet noch ein paar Tage halten wird.

Und ein Spaß für die Serverbetreiber, ok, die dann ausnahmsweise doch auf die fetten Terabytes zurückgreifen müssen für ihre großen, mit Schlössern und Panzertüren gesicherten Kernkraftreaktoren. So viel privaten Schund aufsammeln wie eine staubsaugende Wuchtbrumme mit der größten Leistungskraft. Yeah, geil.

Ich schweife ab.

Last.FM hat ausgedient, weil es versäumt hat, die notwendige Kooperation mit Facebook zu starten (was ich vor ein paar Jahren sogar Gratulations- und Beistandsmäßig offen kundgetan habe bei den Betreibern der Seite höchst persönlich). Heute ist Flaute.

Im beflügelnden Zeitalter von Online-Streaming und billigen Gigabyte-Datenflüsschen, auf denen wir unsere unbefleckten Segel der Bedenkenlosigkeit jeden Tag hissen können, ist ein Hab und Gut auf digitaler Ebene schon nicht mehr von Bedeutung. Gestern war es übrigens noch die analoge.

Irgendwann, ja, dann schweben wir alle nur noch ganz seicht und rosig in der Masse des reinen Nichts herum, wohlwissend, die Götter der Vernunft und Barmherzigkeit, der grundlegenden Menschenrechte und der Privatsphäre mit unseren kleinen erbärmlichen Nichtigkeiten zu ergötzen, die jeden unserer Schritte achtsam verfolgen, damit sie uns beschützen können. Damit wir nicht vom rechten Weg abkommen, Rotkäppchen. Wer ist denn eigentlich der böse Wolf in deiner Geschichte? Das kann doch nur..

Wie auch immer.

Last.FM ist da natürlich keineswegs besser, wenn ihr versteht, was ich meine, aber die waren wenigstens mal sowas wie independent und die haben den Besitz von Reichtümern gefördert (eigenes Musikkapital, haha, wertvoll, damit kann man angeben) und kleine No-Name-Bands, die sich mit kostenlosen MP3-offers mal so richtig pushen konnten.

And in the final end I know, you fucking haters: JA, ich bin ein kleiner hässlicher fetter „Digitaler Nostalgiker“ und ein katastrophisierender New-Wave-Netzwerk-Nazi.

Peace.

Dieser Eintrag gewinnt übrigens achtungsvoll den ersten Preis in der Anwendung von Anglizismen. Yeah.

5 Tipps, wie du einfach klarkommst im Leben

Ich hab das Gefühl, bald werden uns nur noch Blogs mit irgendwelchen Tipps zur Optimierung des eigenen Lifestyles unter die Nase gerieben. Kann das sein? Alle sind so schrecklich schlau geworden und wissen total mega, wo es lang geht auf einmal.

Also hier dann meine fünf Ratschläge zur Optimierung deines eigenen Lifestyles:

#1 Sei du selbst

Sei einfach du selbst und niemand anders, schon gar nicht, wer doof ist.

#2 Mach dein Ding

Hör nicht auf andere und hau voll rein, Mann.

#3 Bleib immer schön cool

Lass die andern einfach labern und lass dich auf keinen Fall aus der Fassung bringen, du alter motherfucker.

#4 Hör gute Musik

Das hilft ungemein, kann bei entsprechendem Mangel aber auch schnell zur Belastung werden.

#5 Halt Ausschau nach andern coolen Leuten

Genau. Fertig.

***

Jetzt weißt du, wo es lang geht. Ach ja: Bitte teile diesen Beitrag, wenn er dir gefällt, damit auch andere daran Gefallen finden können.

luv

ich habe ein richtiges faible für achtziger jahre musik und mode entwickelt, seit längerem, wirklich. ich könnte, ungelogen, dafür sterben, zurück in die siebziger jahre geschickt zu werden, dort geboren zu werden und meine jugend in den achtzigern zu verbringen. dann auf irgendso einen alternativen szenenast aufsteigen und in der welt des new wave und post punk groß werden, die seiten der risikogesellschaft nach ulrich beck kennen lernen, meinen freund nachts in der musikbox treffen und mich nie wieder von ihm trennen. diese vorstellung ist so endlos mystisch für mich. synth pop olé