DAS IST JA PURE IRONIE, DU TROLL

Ist es nicht voll verblendet und eingebildet, aufgrund einer so called (ich würde niemals so ein schwules, gehyptes Trendwort benutzen, Alter) „Verschlimmbesserung“ einer Running App, trotzdem nicht auf diese verzichten zu können oder umzuswitchen wenigstens, damit die gespeicherte Laufmenge von 8000 Kilometern nicht verloren geht? Und was ist mit den 100.000 anderen Kilometern, die man vor der Zeit vielleicht schon alle so gelaufen ist? Wer gedenkt diesen denn noch würdevoll?

STEINZEIT.

Was ist überhaupt mit den ganzen vielen Metern, die wir alle so laufen, ohne dass jemand davon Wind bekommt und sieht, wieviel toll Sport wir alle machen? Machen die überhaupt noch einen Sinn?

Ist das nicht alles genau so fusselig und verkorkst wie keine Musik mehr im Radio oder mit Anlage zu hören, weil sich kein fuck Last.FM-Scrobbler dadrin befindet? Ach ja, Last.FM ist ja sowieso schon

DOPPEL-STEINZEIT.

Ich habe mir gedacht, ich schreibe, wer erkennt, dass ich an dieser Stelle, wenn ich schreibe, dass ich eigentlich nur für mich selbst laufe und das 50 bis 80 Minuten am Tag, einfach total idiotisch ironisch wieder schreibe, der gewinnt einen wundertolligen, vornehmen Preis.

Vielleicht meine alten Laufschuhe.


Ich laufe wirklich nur für mich selbst. Seit zwei Monaten ungefähr und ja, fick dich FOCUS noch mal, behauptend, nur mit Sport allein (und keiner Ernährungsveränderung) könne man nicht abnehmen. Das ist schlicht eine Lüge.

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Prognosen

keyboard

In meiner altklugen Weisheit wage ich jetzt mal eine Behauptung aufzustellen, die vielen Musikfreunden unter euch übel aufstoßen könnte:

Es wird schon bald kein Last.FM mehr geben. Da hilft wohl auch das Last im Wort nicht mehr, was ja einen ziemlich heftigen ironischen Beigeschmack entfacht in meinen Augen. Äh Mund.

Ja. Last.FM ist seinem Untergang geweiht. Und wisst ihr auch, warum?

Weil es gar keine Leute mehr gibt bald, die noch über eine eigene Musiksammlung verfügen. Oder besser gesagt: verfügen wollen. Das Scrobbling hat sozusagen ausgedient. Die Mediathek anschmeißen und auf Dateien von der eigenen Festplatte zurückgreifen, die zynischerweise immer größer wird, Terabytes sei Dank, aber eigentlich immer weniger herhalten muss für den privaten Gebrauch, ist so was von Old School geworden in der voranschreitenden Digital Evolution, obwohl die Evolution ja eigentlich nur biologischen Charakter hat. Nun ja. Ursprünglich.

Punkt: Festplatten werden immer klopsiger (Alter, mir fällt einfach kein Wort für die Voluminösität eines Datenträgers ein), aber die persönlichen Datenmengen schrumpfen for real, weil es cool und praktisch geworden ist, seine ganzen Daten sowieso eh gleich im Netz zu speichern, auf Facebook oder sonst wo in irgendwelchen Clouds und Plattformen. Das ist ja prinzipiell auch das sicherste Back-Up, was man machen kann, also davon ausgehend, dass sich das Internet noch ein paar Tage halten wird.

Und ein Spaß für die Serverbetreiber, ok, die dann ausnahmsweise doch auf die fetten Terabytes zurückgreifen müssen für ihre großen, mit Schlössern und Panzertüren gesicherten Kernkraftreaktoren. So viel privaten Schund aufsammeln wie eine staubsaugende Wuchtbrumme mit der größten Leistungskraft. Yeah, geil.

Ich schweife ab.

Last.FM hat ausgedient, weil es versäumt hat, die notwendige Kooperation mit Facebook zu starten (was ich vor ein paar Jahren sogar Gratulations- und Beistandsmäßig offen kundgetan habe bei den Betreibern der Seite höchst persönlich). Heute ist Flaute.

Im beflügelnden Zeitalter von Online-Streaming und billigen Gigabyte-Datenflüsschen, auf denen wir unsere unbefleckten Segel der Bedenkenlosigkeit jeden Tag hissen können, ist ein Hab und Gut auf digitaler Ebene schon nicht mehr von Bedeutung. Gestern war es übrigens noch die analoge.

Irgendwann, ja, dann schweben wir alle nur noch ganz seicht und rosig in der Masse des reinen Nichts herum, wohlwissend, die Götter der Vernunft und Barmherzigkeit, der grundlegenden Menschenrechte und der Privatsphäre mit unseren kleinen erbärmlichen Nichtigkeiten zu ergötzen, die jeden unserer Schritte achtsam verfolgen, damit sie uns beschützen können. Damit wir nicht vom rechten Weg abkommen, Rotkäppchen. Wer ist denn eigentlich der böse Wolf in deiner Geschichte? Das kann doch nur..

Wie auch immer.

Last.FM ist da natürlich keineswegs besser, wenn ihr versteht, was ich meine, aber die waren wenigstens mal sowas wie independent und die haben den Besitz von Reichtümern gefördert (eigenes Musikkapital, haha, wertvoll, damit kann man angeben) und kleine No-Name-Bands, die sich mit kostenlosen MP3-offers mal so richtig pushen konnten.

And in the final end I know, you fucking haters: JA, ich bin ein kleiner hässlicher fetter „Digitaler Nostalgiker“ und ein katastrophisierender New-Wave-Netzwerk-Nazi.

Peace.

Dieser Eintrag gewinnt übrigens achtungsvoll den ersten Preis in der Anwendung von Anglizismen. Yeah.

Wie jetzt?

Barmer bietet aus der eigenen Werbung voll den Hipster-Singer-Songwriter-Song zum kostenlosen Download an und Last.FM hat noch nicht einen einzigen beschissenen Scrobbel davon.

Wo soll das denn noch hinführen eigentlich? Kapier ich nicht.

Da.

Damien Damien – Little Secrets

Ok. Sind wir mal nicht so. Also ihr müsst dann einfach nur auf den Player-Balken rechts-klicken, wenn ihr wollt, und Audio speichern unter. Dann könnt ihr die Datei RUNTERLADEN. Ach ja, das machen ja kaum noch Leute heutzutage. Heute wird ja nur noch alles gestreamt und so. Ja ja.

hihi

ich bin jetzt seit frühling 2007 bei last.fm und bis heute habe ich 39 lieblingslieder angegeben, also lieder, die wann immer ich sie höre, mich richtig dolle fesseln und so. und als gestern seit langem mal wieder john lennon’s imagine in der zufallsliste zu laufen begann, klickte ich über das last.fm-programm auf meinem rechner auf das herz, um es mit in die liste aufzunehmen, und als ich meine liste betrachtete, standen da bloß immer noch 39 songs und das regte mich auf, last.fm ist ja so verflucht langsam geworden mit allem datenverarbeitungsgedöns. ja, bis ich dann die liste ansah und siehe da, imagine steht schon ungefähr seit 2 1/2 jahren darin.