Blut

ein Anfang und nun neu beginne
neu beginne Lebensmut
wohnt ihm denn ein Zauber inne ?
wird am Ende alles gut ?

und mein Herz nun Kraft gewinne
meine Seele feurig Glut
schickt sie Leidenschaft durch meine Sinne
speit sie leuchtend rotes Blut ?

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das ist das beste, was ich mir in den letzten monaten abgerungen habe, zu schreiben

3. april 2017

 

cut . no more english titles please

ich weiß jetzt zumindest, warum ich eine psychose hatte.

weil mir eine inkompetente ärztin zu einem sehr ungünstigen zeitpunkt diazepam verschrieben hat.

wenn ich einen tipp geben darf an alle menschen da draußen, dann rührt dieses medikament niemals an in eurem leben.

die auswirkungen kosten mich bis jetzt fast ein ganzes lebensjahr. 4 psychiatrie-aufenthalte und mehr selbstmordabsichten als in meinem ganzen leben zuvor und die waren auch nicht gerade unerheblich. die intensität hat mich verändert. mein wesen hat sich verändert. ich habe heute noch halluzinationsträume, nachts höre ich manchmal stimmen, und die sind meistens bedrohlich, nicht nett.

ich musste sogar das gehen neulernen nach dieser krankheit und habe zu anfang nur ein paar schritte ertragen mit dem vielen haldol. das ist eine tragödie.. oder ein wunder, dass es mich noch gibt. es ist ein riesenkrampf, immer noch, mich darauszuwinden. noch immer ist meine konzentration schlecht, obwohl ich seit ein paar wochen wieder lesen kann, halbwegs. aber auch nur simple texte. meine texte hier werden wohl auch ziemlich simpel bleiben in der nächsten zeit, aber es ist ein anfang, den ich grade mache, ein neustart.

man sollte jeden arzt verklagen, der diazepam verschreibt.

natürlich ist es am einfachsten, alles darauf abzuwälzen, es gab ja auch noch andere faktoren, aber die hätten zusammengenommen ohne das medikament keine psychose ausgelöst, nur gefördert.

whatever the fuck

was nutzt das viele weinen, so viel tränen in den letzten tagen

das einzig gute, was mir meine betreuerin geraten hat übrigens ist, mich von all dem dreck zu entfernen, was ich nicht mehr brauche an arznei und so habe ich ziemlich früh noch vor meinem nächsten selbstmordwunsch die haldol-flasche weggeworfen.

ich habe sehr oft im nachhinein darüber nachgedacht, wie am liebsten ich doch diese flasche wieder hätte, um es so leicht wie möglich zu machen.

jetzt bin ich in einer reha und ich kämpfe und kämpfe noch immer weiter

aufrichtige, liebe und dankbare grüße an alle, die das kümmert