Von Freundschaft und Sehnsucht…

 

Narziss und Goldkind

 

Wer sagt, er mag dein Freunde sein,
will mit dir tanzen, spielen, lieben,
dem wundersame Träume scheinen,
doch will er dich, er will dich kriegen.

 

Was sucht er in des Fremden Hand,
ihm eilig zu verheißen?
Ein kostbar Land, ein selten Band,
um einmal fest daran zu reißen?

 

Im Kampfe um die eine Gunst
des reizenden Exoten,
speit Dragon seine Leibesbrunst
und schickt ihm zwielichtige Boten.

 

Er füllt sein Werk mit Kalkül aus,
mit Willensmacht und Eifer,
er labt sich am Trophäenschmaus,
doch wird er stets nicht reicher.

 

Es mag der Wunsch sein, zu bekommen,
was fern, so fremd und ungewohnt,
Juwelenschimmer reich benommen,
mit Glanz und Glorie belohnt.

 

Doch was im Funkeln tief verloren,
das sieht der Gierige wohl kaum,
es hat sich selbst nicht auserkoren,
zu scheinen wie ein Traum.

 

Nun sind des Fremdlings Innereien
gleich einem Diamanten fein
und Dragon bohrt mit großer Pein
sich lustvoll hier ein Loch hinein.

 

Oh werter Herr, was wird er dort sich finden nur?
Ein reines Herz ganz ohne Sünden pur?
An welches Schicksal wirst du ihn dann binden?
Wird er am Funkeln gar erblinden?

 

Doch nun zum Schlusswort der Geschicht:
im strahlend Diamantenlicht
sieht Dragon fremde Zauber leider nicht;
es ist ja bloß sein eigenes Gesicht,
das ihn da glorreich und erpicht

 

in einem fort besticht.

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No fucking night is too long



Cool. Es gibt noch andere Menschen, die sich vorm Masturbieren eine Decke über den Kopf ziehen (oder ein Kissen oder ein Tuch oder einen Schal halt, je nach dem, was grad so da ist alles (ja ja, auch Frauen können wichsen, so einmal im Monat, wenn’s unbedingt sein muss)) und Schwule können das auch, nämlich der hier:

Und weil ich keine Urheberrechte verletzen möchte, gibt es an dieser Stelle leider nur einen Namen und kein Bild (ihr müsst euch den Film sowieso ansehen, da nutzen Bilder halt auch nicht viel besonders, wenn ihr versteht).

Tim Cornish (Lee Williams) in „No night is too long“ legt sich auch einen Schal übers Gesicht kurz vorm Feuerwerk, was aber total ausbleibt leider, weil was anderes Blödes dazwischen kommt. Na ja.

Den Film, besagten, kenne ich übrigens schon ultra lange und finde ich ultra betörend, weil er mit so ultra starken, charismatischen Big Stars aller Persönlichkeiten darin besticht, die von ultra überragenden, leider total unterbewerteten Schauspielern dargestellt werden – und ultra gutaussehenden obendrein. Oh nein, ich glaube wir haben einen ultra Wortüberfluss.


QC


Und weil der Film einen so süßen, vornehmen Hauch Poesie versprüht und er zu den besten Queer-Cinema-Produktionen der ganzen Menschheitsgeschichte zählt (und ich kenne ziemlich viele gay movies, darunter auch viele echt blöde und so, was ja keine Kunst ist, einen Film blöd zu machen), ist dieser hier ganz besonders hervorzuheben.

Et l’intitulé, c’est très formidable, en toute façon. Magnifique.

“ No night is too long “

However, I guess, this is only available in Original British English language (the accent is not too bad, don’t worry (hate the British accent myself)), but: This won’t be a big deal for my clever gay followers, will it?

P.S.: Die Schrift in meinem ausgezeichnet dahingeschlampten Beitragsbild heißt übrigens Straight & Narrow. Haha.

es war einmal

eine geschichte. ein märchen. ein fairytale. aber das mädchen entschied sich dazu, es unfairytale zu nennen stattdessen. und die geschichte beginnt. aus dem krankenhaus. ich mag keine vielen kurzen sätze hintereinander, also hier mal ein längerer. jedenfalls wird das mädchen nach seinem selbstmord am 20. mai viele neue gedichte auf seiner seite veröffentlichen, bis die zeit auch wieder rum ist und neue geschichten irgendwie schon losgetreten werden.

#1

der vogel kämpft sich aus dem ei
das ei ist die welt
der welt ist einerlei
was dem vogel dran gefällt

der vogel ist allein
wohl ganz und gar verloren
er möchte flügge sein
wie einmal neugeboren

das ei ist die welt
sie zwingt ihn zu verstehen
dass alles bald zerfällt
ein kommen und ein gehen