In Donald we trust

So, meine Fleißigen, politisch Interessierten.

Heute habe ich mir gedacht, da ich ja eine Nachteule von urmäßigster Natur bin, fasse ich hiermit mal die Premieremäßige Ansprache zur exquisiten Lage der Nation von US-Präsident (ja, richtig gelesen) Donald Trump relativ beispielhaft zusammen, wenn ihr mich fragt, und zwar für alle, die sich in diesem Sinne wohl mehr auf die Natur der Lerchen berufen würden und die heute noch gar keine Nachrichten gelesen haben.

So, attention, please !


„Great America…

 [clapping]

 we all love America

 [clapping]

 we are the most greatest (Achtung, Doppel-Superlative)

 [clapping]

 we will be the strongest and greatest still and again

 [clapping]

 we are a superstrong people full of heroes only

 [clapping]

 but Mexicans are very dangerous actually and should be allowed to leave again

 [clapping]

 Obama is stupid

 [clapping]

 and I’m the supergreatest

 [clapping]

 In God we all trust…

[clapping]


Ach so. Wie haben die das eigentlich geschafft, das Baby der Fixerin nicht zum Schreien zu bewegen? Das haben die doch…

bestimmt mit Heroin gefüttert!

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Late obituary

How US-American parents complained about their children committing suicide because those had listened to Linkin Park. Like those dumbass people who did with Marilyn Manson because of the amok runners. Did you ever think then that your children themselves have felt kind of attracted to their songs for a more profound reason?

All this story about all of it happening must be the heavily ironic part of a sadly ignorant way of world-style in a system where people need to find scapegoats, not being able to see all the truth before the tragedy.

This is the funny thing about Chester Bennington: He just wrote about all of his suffering before and you could listen but you didn’t. And it can’t be any surprise what he did, actually, and what some of your deeply sad children.

I am no exact fan, any more, but when I was 13, LP was my favourite group of rock and it was the one teaching me to learn English language myself to understand all the contents of their songs.

Liebe Süchtige,

eigentlich…

ist Facebook ja der größte Traum jeder Freiheitsdenkerei und aller möglichen Unterhaltungs- und Austauschformen, die wir so alle haben können, wenn ich halt mal ganz ehrlich bin.

Das ist wirklich so und das ist weder geheuchelt noch übertrieben gemeint.

Before the Common Era

In meinem verqueren, digitalkonservativen Denken habe ich das aber auch lange nicht so gesehen, wirklich. Jetzt, seit ich voll die Facebookhure geworden bin, fallen mir ständig so komische Dinge auf, wie sie zum Beispiel – forget about Jesus and stuff – in der Zeit vor Zuckerberg in fachspezifischen oder Musikorientierten Foren stattgefunden haben: Alles eine Sache der Selektion und Klassenunterteilung, wenn ihr mich fragt, wenn Scheiß-Dark-Wave-Freunde nur unter sich und Haushaltsmuttis dort und BDSM hier und Sklaven da und und und, dann… sind doch alles bloß Sklaven ihrer eigenen Beschränktheit in the end, verkünde ich dann mal wieder total stolz über diese tolle Metapher. Ja.

Das ist nämlich so. Die Arroganz, die in solchen „Fachkreisen“ vorherrscht, unter sich vereinten Gleichgesinnten sozusagen, die ist so eklig und stinkend wie die Restmülltonne vor meiner Haustür, und da wird halt auch nicht bloß Restmüll reingeworfen, wenn ihr versteht, was ich meine. Deshalb. Aber jeder Müll hat halt auch irgendwie die gleichen Rechte und Werte, sonst wäre es ja kein Müll, und der Stadt ist auch ziemlich scheißegal eigentlich, was die Leute da alles so reinwerfen.

King Comedy und seine hohlen Minister

(Oder auch: Caesar und der Senat)

Wenn ich an meine Forenfreaktime zurückdenke, dann erinnere ich mich zum Beispiel hieran:

Da gab es so stinkende mods und admins, die konsequent als Hüter der Dialektik und des Anstands (abgesehen von der überragenden arrogance weit und breit) immer unmittelbar mitgemischt haben. Wenn jemand geschrieben hat, du bist eine blöde, fette Kuh, dann wurde das entweder von den Moderatoren oder vom Administrator selbst sofort gelöscht und es gab irgendwie eine dämliche Verwarnung. Bei spätestens dreien davon ist man dann geflogen. Das ist aber nicht so der Punkt.

Die Ordnungshüter sind allgegenwärtig und trotzdem Teil der spezifischen Gemeinschaft, aber sie haben ein besonderes Amt und stechen von daher viel zu sehr heraus. Das ist ja hierarchisch gesehen nicht so vertretbar, wie ich finde, ungefähr so wie damals die ganzen Juden auch, die in den KZs als polizeiliche Aufseher auserkoren wurden von den Nazis, um ihre eigenen Leute zu verpetzen (Kapos nennt man die auch, Link Wikipedia). Bei Facebook löscht das System anonym feindselige comments, die von jedem Nutzer gemeldet werden können.

Ein Punkt ist auch dieser hier: Diese absonderlichen Mods (ich wollte auch mal einer werden, um mein Ansehen zu verbessern) behalten sich immer das Recht vor, egal wie aufzuräumen in ihrer kleinen Klokabine und ihre „threads“ topic-bezogen frisch und rein zu halten, was ja auch irgendwie Sinn macht. Es ist aber keine Unterhaltungsfreiheit, wenn eine Diskussion so weit abschweift, dass ein fuck-mod oder andere Shit-User irgendwann ein fucking Off-Topic-Schild in die Höhe halten und die ganze Chose zum Stillstand bringen. Oder einfach knallhart löschen oder irgendwohin umverlegen. Für jedes Thema muss ein eigener Bereich geschaffen werden, selektiv mal wieder, was sonst. Und damit ein User nicht zu viel herumspammen kann in seinem narrativen Wahn, werden Anti-Spam-Schutz-Barrieren aktiviert, die 60 Sekunden lang eine Schreibsperre nach jedem geposteten Beitrag des Users verhängen. Fett.

An dieser Stelle bitte mal eine Schweigeminute für alle unterdrückten Redebürftigen da draußen.

Das ist doch Zensur auf höchstem Niveau !!! Hahaha !!!

Variety needs conversation

Facebook vereint anders als alles andere alles unter einem Hut (haha, Mega-Wort-Style) und überlässt jedem die Chance, die „Fäden“ (in Foren nennt man das halt „threads“) selbst zu ziehen. Mann, bin ich rhetorisch.

Unter jedem der eigenen Beiträge oder denen der anderen kann eine ziemlich vielfältige Diskussion entstehen zwischen Menschen, die auch aus allen Schubladen dieser Welt kommen (Schubladendenken, ja ja, halt die Fresse). Dadurch kann man sich vor allem auf sozialer Schiene weiterentwickeln, aber auch auf informativer und bildender und somit neuen, außergewöhnlichen Wissensinput wahrnehmen, auf den man so nie selbst gekommen wäre.

Für alle, die es dann doch privat und intim bevorzugen, stehen geschlossene Gruppen zur Verfügung. Perfect.

Der Feind in meinem Browser

Jetzt fehlt eigentlich nur noch eins, meine lieben Internet-Junkies like me. Und zwar: Der überdimensionale Anker-Haken. Genau.

Facebook ist nämlich ein riesengroßes, amerikanisches Unternehmen.

Und der Amerikaner, wie ihr ja alle bereits wisst, ist ja de facto nicht bloß fett und blöd, sondern auch sehr böse in seinem ungewissenhaften, unfortschrittlichen, verantwortungslosen Handeln und Denken. Und weder ist er besonders freundlich zur Umwelt noch zum Tierchen oder vielleicht zum Menschen an sich. Nur die Tiere von Oberklassenmenschen bekommen teure Designer-Pullover und Puschen. Es gibt sogar gated communities in den USA und Technologien und Software, dank derer Menschen aufgrund kriminalstatistischer Auswertungen und Prognosen festgehalten und über eine lange Zeit als suspects getreatet werden dürfen, weil die Maschine auch deinen Umgang mit anderen (kriminellen) Menschen aufzeichnet und dadurch dein kriminelles Potenzial ermittelt.

Das mit den Kameras lassen wir mal außen vor.

Facebook verstößt gegen die Datenschutzbestimmungen der EU. Das sind überhaupt keine big news oder verwunderliche mehr oder irgendwie was und als sie vor 2 oder 3 Wochen im Radio liefen, musste ich lauthals darüber lachen (Wer hätte das denn verdammt noch mal gedacht, so was?).

Wer sitzt aber im Endeffekt immer am längeren Hebel? Der Idealismus? Ganz bestimmt!

Ich habe mich dazu entschlossen, trotzdem mehr blauzufärben in zynischen Zeiten der Schwarzmalerei, und freue mich über jede strahlende oder auch weniger kraftvolle Farbe, die mir dabei über den Weg läuft. Jippi. Rot, Gelb, Grün, Beige, Braun, aber vor allem:

 

R A I N B O W.

 


miniature pencils


Which is truly totally gay. Man.

Bis bald,

eure stinkende coffeeld

add on

neulich habe ich mich mal gefragt, ob ich die todesstrafe nicht eigentlich doch für in manchen fällen legitim halte, aber dann habe ich versucht, mir vorzustellen, wie ich als jury-mitglied in einer amerikanschen jury diese verantwortung tragen würde, über das leben oder den tod eines menschen, den ich nicht mal kenne, eine wahl zu treffen. da habe ich mir dann gedacht, nee mann, obwohl ich nicht mal besonders religiös bin, würde mich dieser geringe religiöse, aber der vielmehr wohl größere menschliche anteil in mir davon abhalten, so ein gravierendes urteil zu fällen.

das ist doch total krank. und was erwarten diese leute sich vom gnädigen herrn da oben, wenn sie auf ihren schultern tragen, andere menschen frühzeitig in den tod geschickt zu haben? das verstehe ich nicht. soll das etwa besser sein?

das unterscheidet uns doch von den kriminellen, darum ist das mitleid auch so wichtig, das hat bruce wayne schon gesagt damals nach dem training mit raz al ghul.

andererseits: ich würde ja lieber sterben als für den rest meines lebens im gefängnis sitzen zu müssen.

der zynische vorteil an der todesstrafe ist allerdings, dass eine verurteilung auf dieser basis eher noch mal geprüft und dass diese überprüfung und neubearbeitung des falls eher noch mal zugunsten des verurteilten ausfallen kann. mit andern worten, für einen unschuldig verurteilten ist das die allemal günstigere variante, um vielleicht doch irgendwann noch mal freigesprochen zu werden. wirklich, mann, kein scheiß.

 

justitia

trump selbst hat zu der new york attentat geschichte erwähnt, dass er die justiz der usa für zu schwach und zu langsam hält. und da haben sich die leute von der heute-show darüber lustig gemacht, wie ein amerikanischer präsident seine eigene judikative schlecht reden kann. den punkt daran finde ich allerdings gar nicht lustig, weil trump ja immerhin recht damit hat, dass die amerikanische justiz eine große, zurückgebliebene seucheninstanz ist. das findet mit der todesstrafe nur seinen höhepunkt.

in den usa gibt es übrigens eine goldene regel, die besagt, dass auf die ermordung eines polizisten automatisch die todesstrafe folgt. also, gehen wir mal davon aus, dass die todesstrafe schlimmer ist als eine millionen jahre im gefängnis rumzusitzen, dann ist die todesstrafe von ihrer bewertung und strafrelevanz her ja ganz oben anzusiedeln, also keine andere strafe eines amerikanischen gerichts übertrifft sie an grausamkeit. wie auch immer.

das bedeutet ja aber auch im gleichen zug, dass das leben eines polizeibeamten über das eines normalen bürgers gestellt wird. also ich finde total, einem gericht sollte es ziemlich egal sein, welchen status und welchen beruf eine person gehabt hat, die zu schaden gekommen ist, wenn es um die verurteilung des täters geht.

habe ich nicht eigentlich recht damit?

wie auch immer.

zu amerika fällt mir noch folgendes ein: nachdem ich gestern eine sendung über waffenfanatiker gesehen habe, denke ich mir, können die sich auch ruhig wie sie wollen über den haufen schießen, bis keiner mehr übrig geblieben ist, um kirchen in texas oder konzerte in las vegas zum bersten zu bringen.