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neulich habe ich mich mal gefragt, ob ich die todesstrafe nicht eigentlich doch für in manchen fällen legitim halte, aber dann habe ich versucht, mir vorzustellen, wie ich als jury-mitglied in einer amerikanschen jury diese verantwortung tragen würde, über das leben oder den tod eines menschen, den ich nicht mal kenne, eine wahl zu treffen. da habe ich mir dann gedacht, nee mann, obwohl ich nicht mal besonders religiös bin, würde mich dieser geringe religiöse, aber der vielmehr wohl größere menschliche anteil in mir davon abhalten, so ein gravierendes urteil zu fällen.

das ist doch total krank. und was erwarten diese leute sich vom gnädigen herrn da oben, wenn sie auf ihren schultern tragen, andere menschen frühzeitig in den tod geschickt zu haben? das verstehe ich nicht. soll das etwa besser sein?

das unterscheidet uns doch von den kriminellen, darum ist das mitleid auch so wichtig, das hat bruce wayne schon gesagt damals nach dem training mit raz al ghul.

andererseits: ich würde ja lieber sterben als für den rest meines lebens im gefängnis sitzen zu müssen.

der zynische vorteil an der todesstrafe ist allerdings, dass eine verurteilung auf dieser basis eher noch mal geprüft und dass diese überprüfung und neubearbeitung des falls eher noch mal zugunsten des verurteilten ausfallen kann. mit andern worten, für einen unschuldig verurteilten ist das die allemal günstigere variante, um vielleicht doch irgendwann noch mal freigesprochen zu werden. wirklich, mann, kein scheiß.

 

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religion trifft moderne

schon wieder fiel mir etwas auf, über das ich unbedingt was schreiben muss. nämlich, ich sah heute eine frau in schwarzem hemd mit beffchen, also eine pfarrerin nehmen wir mal an, die in ihren kleinwagen einstieg, und dann ertönte zusammen mit dem motor ein stetes bumm bumm bumm bass gedöns. ja, hierzu noch mal den titel durchlesen und oh freude, wer hätte das gedacht.