Von Freundschaft und Sehnsucht…

 

Narziss und Goldkind

 

Wer sagt, er mag dein Freunde sein,
will mit dir tanzen, spielen, lieben,
dem wundersame Träume scheinen,
doch will er dich, er will dich kriegen.

 

Was sucht er in des Fremden Hand,
ihm eilig zu verheißen?
Ein kostbar Land, ein selten Band,
um einmal fest daran zu reißen?

 

Im Kampfe um die eine Gunst
des reizenden Exoten,
speit Dragon seine Leibesbrunst
und schickt ihm zwielichtige Boten.

 

Er füllt sein Werk mit Kalkül aus,
mit Willensmacht und Eifer,
er labt sich am Trophäenschmaus,
doch wird er stets nicht reicher.

 

Es mag der Wunsch sein, zu bekommen,
was fern, so fremd und ungewohnt,
Juwelenschimmer reich benommen,
mit Glanz und Glorie belohnt.

 

Doch was im Funkeln tief verloren,
das sieht der Gierige wohl kaum,
es hat sich selbst nicht auserkoren,
zu scheinen wie ein Traum.

 

Nun sind des Fremdlings Innereien
gleich einem Diamanten fein
und Dragon bohrt mit großer Pein
sich lustvoll hier ein Loch hinein.

 

Oh werter Herr, was wird er dort sich finden nur?
Ein reines Herz ganz ohne Sünden pur?
An welches Schicksal wirst du ihn dann binden?
Wird er am Funkeln gar erblinden?

 

Doch nun zum Schlusswort der Geschicht:
im strahlend Diamantenlicht
sieht Dragon fremde Zauber leider nicht;
es ist ja bloß sein eigenes Gesicht,
das ihn da glorreich und erpicht

 

in einem fort besticht.

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Keine Frage

Ich bin mir unschlüssig, ob ich den Blogs von Narzissten folgen soll, die nicht mal eine einzige Frage beantworten können, ganz gleich, wie fett mega schlau die ihre Beiträge so klanghaft machen. Monologe sind ja auch nicht gut fürs Geschäft. Das hat sowas Abgehobenes kind of.

Ich bin mir auch unschlüssig, ob ich Freundschaften zu solchen, denen ich nicht mal mehr ein responding wert bin in Form eines Weihnachts- oder Neujahrsgrußes, einer Party-Invitation oder einer einfachen Auskunft über Fragen halt, die ich stelle, aufrechterhalten sollte.

Was hätte Jesus gesagt?