SUM UP LAZINESS

Ich würde gerne mehr von meiner Liste abarbeiten, was ich mir als Blog-Artikel sozusagen vorgenommen habe, aber manchmal bin ich einfach nicht in Stimmung dazu, bestimmte Dinge zu schreiben. Zum Beispiel wollte ich einen Eintrag über Keanu Reeves, den alten Homofürsten, schreiben und über die Verherrlichung von Selbstjustiz von in ihrer Ehre verletzten Männern in Filmen und über die Leichenfledderei in Diablo III, die ich irgendwie pervers toll finde, und über die Abwechslung und Vielfalt, die südländische Friseurläden jetzt auf einmal in deutschen Städten hervorrufen, seitdem der Beruf des Haarstylisten nicht mehr als Frauendomäne stigmatisiert werden kann, was ich total gut finde.

Ich wollte auch über die Bedeutung mehrfachen Filmschauens schreiben, was viele Filme auf den 2. Blick erst erkennbar gut oder schlecht machen kann meiner Meinung nach, und über die Nerdigkeit von IMDB-Bewertungen, die so mainstreamig sind wie die ganze, langweilige Gesellschaft auch. Nun ja.

Eine Sache fehlt jetzt noch, über eine weitere werde ich tatsächlich mal ernsthaft etwas Wichtiges verfassen (The Alco Hole), und zwar fehlt jetzt noch diese witzige Begebenheit, die mir aufgefallen ist: Sowohl „Unknown Identity“ als auch „Buffalo Soldiers“ spielen als amerikanische Produktionen in Deutschland und in beiden Filmen gehen die männlichen Protagonisten (Liam Neeson und J. Phoenix, mein Gott, wie schreibt man bloß diesen Vornamen) in weiblicher Begleitung in eine deutsche Discothek, wo dann lustigerweise beide Male „Blue Monday“ von New Order läuft. Lustig, oder?

Na ja, zu dem Homofürsten Keanu Reeves werde ich vielleicht auch irgendwann noch mal konkreter. Bis dahin müsst ihr gespannt verbleiben, liebe wissbegierige Leser.

Happy New Year.

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gefährliche brandung

gestern abend habe ich mir mal wieder point break reingezogen, also den alten, gefährliche brandung, ihr wisst schon, mit patrick swayze und keanu reeves, einem überwältigenden gespann aus purer, heißer erotik und ganz viel überzeugender „männlichkeit“ !!!
in dem selbst die protagonistin ausschaut wie ein feiner, androgyner surferjunge. (das erinnert mich gerade an demi moore in nachricht von sam, auch mit patrick swayze. hey, vielleicht war patrick swayze ja homosexuell, wer weiß das schon so genau, in donnie darko steht er jedenfalls auf kleine kinder).
ich gehe davon aus, dass die produzenten damit beabsichtigt haben, ihre homoerotischen fantasien auszuleben in ihrer ungestillten sehnsucht nach analen penetrationsspielchen mit brandheißen surferboys. das lässt natürlich mein homoherz höher schlagen.
die story ist mau, keine frage, bis auf den versuch, darin irgendwie die sucht nach unglaublichen adrenalinfahrten und unendlicher freiheit auszudrücken.
in diesem zusammenhang frage ich mich also, wieso man einen film wie point break neu auflegt mit viel zu glatt geleckten schauspielern, für die sich kein arsch auf der welt ernsthaft interessiert. wie auch immer.
nach point break hatte ich dann noch mega bock auf das übrigens gelungene remake von heat mit robert de niro und al pacino, zwei unglaubliche testosteronbolzen, die sich so viel altherren-männlichkeit gegen die ohren schleudern, dass es einen fast umhaut.
zum glück spielt eine meiner lieblingsschauspielerinnen darin mit, ashley judd – ja, ich habe auch lieblingsschauspielerinnen, obwohl es lange gedauert hat, welche zu finden – und auch ein paar andere, souverän wirkende frauengestalten wie z.b. die total unterschätze amy brenneman, sodass es zumindest den leisen hauch eines versuchs, die geschlechterrollen etwas auszubalancieren, vorzuweisen gibt. ich bemühe mich wirklich, nicht allzu sehr darauf zu achten, ich finde den film ja auch megageil, obwohl ich finde, dass die banden sich lieber gegenseitig mit stöckern bewerfen sollten als mit maschinengewehren und schrotflinten um sich zu knallen wie verrückte.
das konnten die typen in point break auch sehr gut.
jedenfalls, etwas daran finde ich lustig.
als sich das alphamännchen, also die rolle von robert de niro, bei dem bankraub auf den tresen gestellt hat, um sich aufzutürmen vor der verängstigten, zivilen menge, die am boden liegt, da sagt er, niemandem werde etwas passieren, alles geld sei versichert und darum müsse man sich ja auch keine sorgen darum machen.
danach geht dann ja doch alles schief, weil die cops schneller da sind.
und so das gleiche in point break. das alphamännchen bohdy, gespielt von patrick swayze, errichtet sich auf einem podest und spricht während des überfalls zu den leuten, dass ihr geld ja versichert sei und so weiter. danach geht einfach alles schief, weil sich ein bulle in zivil lächerlicherweise anmaßt, mit den typen fertig zu werden. dasselbe also in grün.
nun finde ich das total witzig, weil ich glaube, dass sich irgendjemand total was abgeschaut hat. da werde ich aber nicht drüber recherchieren.
das wollte ich einfach mal sagen.