Doppelnull: GoldenCry

Wow. Ich habe schon lange nicht mehr so einen absurd schlechten Film – und zwar nicht nur im Sinne des allgemein vorherrschenden Sexismus, der in diesem Fall einfach nur haarsträubend ist – gesehen wie gestern. Und ich gucke viele Filme. Viele schlechte darunter auch. Ich gucke z.B. fast jeden Katastrophen-Donnerstag RTL II und so. Und na ja, um welchen Film es sich jetzt wohl gerade handelt, das wüsstet ihr bestimmt gerne. Ihr könnt darauf stoßen, wenn ihr euch vergegenwärtigt, welcher mysteriöse Geheimagent 1995 Martinis gerührt und nicht geschüttelt verzehrt hat an einer Bar mit einem georgischen Dekolletee-Titten-Monster zusammen, das eine wirklich grauenerregende Leidenschaft fürs Töten verspürt.

James Bond – GoldenEye ist filmtechnisch eine der größten Peinlichkeiten der 90er Jahre – ohne jeden Zweifel. Selbst effektemäßig hält die ganze Star-Wars-Reihe von 77 bis 83 tausendmal mehr her, was ja auch von kaum einer Relevanz ist, was die Qualität angeht, meiner Meinung nach. Effekte müssen nicht mega bestechend ausschauen, damit ein Film trotzdem gut sein kann. So. Trotzdem halt.

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Fremdgehen

Fremdgehen: Ein Typ hat mal gesagt, das sei ein grundsätzlich eher männliches Problem/ Phänomen. Problem kann ja so oder so ausgelegt werden, aber ja, aktiv und passiv (also selbst sexuell betrogen werden) haben Männer wohl eher ein Problem mit Fremdgehen. Ist das denn überhaupt so oder versucht man uns das eigentlich auch nur einzureden?

Dass unsere Gesellschaft von Anbeginn so gut wie nur von Männern bestimmt worden ist, ist übrigens kein Fanatismus, sondern eine Tatsache. Dazu gehört auch die Errichtung eines sozusagen medialen Baugerüstes, das besonders auch der Erschaffung virtueller oder fantastischer Parallelwelten zweckdienlich ist, die vor allem ablenken und begeistern sollen. Bücher, Videogames, Fernsehen, Werbung, Nachrichten. Oder Filme zum Beispiel. Oh nein. Nicht schon wieder.

Ja ja, ganz genau.

Und in vielen, sehr sehr vielen Filmen, ja, da gibt es halt oft so einen Mann, der von einer Frau begehrt wird, dem irgendwann im Verlauf seines absurden Lebens aber dann halt noch eine Frau begegnet, die ihn tatsächlich dazu verführt, sich mit ihr zu begnügen anstatt mit der schon liierten, wogegen er sich natürlich überhaupt nicht wehren kann. Und dann stößt auch noch das alte Weib hinzu und beobachtet die ganze Chose und dann ist sozusagen alles im Arsch, in flagranti halt. Dann geht es im ganzen Anschluss nur noch darum, wie der betrügende Naivling versucht, seine Verschmähte zurückzugewinnen. Mit Erfolg. Denn ein Mann kann es sich durchaus erlauben, einer Frau so etwas Haarsträubendes immer und immer wieder anzutun.

Selten wird das Thema Fremdgehen von anderer Seite aus thematisiert. Und wenn, dann stirbt am Ende oft aufgrund einer Affekthandlung des betrogenen Mannes entweder der Liebhaber der Frau oder die Frau eben selbst.

Ich frage mich an dieser Stelle noch mal: Ist Fremdgehen wirklich ein eher männliches Phänomen oder versuchen Typen, Regisseure, Autoren, Künstler, Produzenten und so weiter uns das eigentlich nur so beizubringen, um ihr eigenes gedankenloses und privilegiertes Verhalten damit zu legitimieren und das der Frauen zu entwerten?

 

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es gibt da so eine herausragende künstlerin, die in einem ihrer hochgradig wertvollen songs präsentiert, dass boys only love wollen, if it’s torture.

mit was für typen hängt diese verquere person denn herum eigentlich in ihrer broken world, um solche schlüsse ziehen zu können?

und by the way: was sind denn schon boys, junge? das sind doch kleine kinder