In Donald we trust

So, meine Fleißigen, politisch Interessierten.

Heute habe ich mir gedacht, da ich ja eine Nachteule von urmäßigster Natur bin, fasse ich hiermit mal die Premieremäßige Ansprache zur exquisiten Lage der Nation von US-Präsident (ja, richtig gelesen) Donald Trump relativ beispielhaft zusammen, wenn ihr mich fragt, und zwar für alle, die sich in diesem Sinne wohl mehr auf die Natur der Lerchen berufen würden und die heute noch gar keine Nachrichten gelesen haben.

So, attention, please !


„Great America…

 [clapping]

 we all love America

 [clapping]

 we are the most greatest (Achtung, Doppel-Superlative)

 [clapping]

 we will be the strongest and greatest still and again

 [clapping]

 we are a superstrong people full of heroes only

 [clapping]

 but Mexicans are very dangerous actually and should be allowed to leave again

 [clapping]

 Obama is stupid

 [clapping]

 and I’m the supergreatest

 [clapping]

 In God we all trust…

[clapping]


Ach so. Wie haben die das eigentlich geschafft, das Baby der Fixerin nicht zum Schreien zu bewegen? Das haben die doch…

bestimmt mit Heroin gefüttert!

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WORD GAME NUMBER WHAT


Who the fuck is Nick actually and why do you always want to beat him?


Verdammt. Nach einigen Recherchen stelle ich fest, dass sowohl William S. Burroughs als auch Allen Ginsberg eine nicht unwesentliche Rolle in meinen Murkse-Vorwörtern spielen. Murkse ist mein drittes Buch übrigens. Könnt ihr bald lesen.

Das zweite heißt Der Glasfüller und das erste Die Geschichte eines vereinsamten Herzens. Toll, ’ne? Und die Namen der Hauptrollen sind 1. Scott Rido, 2. Nathan Honorel und 3. Charlie Chandos, aber ich überlege noch, ob ich Charlie Chandoze taufen soll, wegen des lateinamerikanischen Beigeschmacks, wobei Charlie nichts mit mechico zu tun hat oder spanischem Salsa. Der ist ur-weiß und amerikanisch.

Wo das Chandos herkommt, ja, das müsst ihr mal selbst rausfinden, wenn euch sprachliche Verirrungen beschäftigen. Mich ja nicht.

Von Freundschaft und Sehnsucht…

 

Narziss und Goldkind

 

Wer sagt, er mag dein Freunde sein,
will mit dir tanzen, spielen, lieben,
dem wundersame Träume scheinen,
doch will er dich, er will dich kriegen.

 

Was sucht er in des Fremden Hand,
ihm eilig zu verheißen?
Ein kostbar Land, ein selten Band,
um einmal fest daran zu reißen?

 

Im Kampfe um die eine Gunst
des reizenden Exoten,
speit Dragon seine Leibesbrunst
und schickt ihm zwielichtige Boten.

 

Er füllt sein Werk mit Kalkül aus,
mit Willensmacht und Eifer,
er labt sich am Trophäenschmaus,
doch wird er stets nicht reicher.

 

Es mag der Wunsch sein, zu bekommen,
was fern, so fremd und ungewohnt,
Juwelenschimmer reich benommen,
mit Glanz und Glorie belohnt.

 

Doch was im Funkeln tief verloren,
das sieht der Gierige wohl kaum,
es hat sich selbst nicht auserkoren,
zu scheinen wie ein Traum.

 

Nun sind des Fremdlings Innereien
gleich einem Diamanten fein
und Dragon bohrt mit großer Pein
sich lustvoll hier ein Loch hinein.

 

Oh werter Herr, was wird er dort sich finden nur?
Ein reines Herz ganz ohne Sünden pur?
An welches Schicksal wirst du ihn dann binden?
Wird er am Funkeln gar erblinden?

 

Doch nun zum Schlusswort der Geschicht:
im strahlend Diamantenlicht
sieht Dragon fremde Zauber leider nicht;
es ist ja bloß sein eigenes Gesicht,
das ihn da glorreich und erpicht

 

in einem fort besticht.

Kunst vs. Geschichte


do you like to think about windows


Mein Beitrag über das Hakenkreuz..

So, liebe Leute. Da bin ich wieder. Mit dem aller aller Neusten aus meiner n00bigen Welt der Nichtsnutzigkeit: Ich habe nämlich eine Idee verfolgt (wie so oft in meinem arbeitsamen Leben) und tada, diesmal geht es in meinem Kopf um die Anwendung von ziemlich symbolträchtigen Symbolen, über deren Symboliken man sich den Kopf zermatern könnte. Wirklich

Oder eben wirklich vielleicht auch nicht.


Also dann. Vor ein paar (von keiner besonderen Brisanz gezeichneten) Tagen habe ich mal einen „Artikel“ auf meiner Homo-fucking-Lieblingsseite belesen und beschaut, sozusagen.

Den Namen der Seite verrate ich aber nur, wenn ihr genau solche nerdigen bored pandas from time to time seid wie ich selbst.

[Die Seite suckt ja mal cocks in hell, seit sich die Betreiber der Prostitution und der breiten Masse verschrieben haben. Früher, ja früher, da hab ich mich echt cool gefühlt, über so total schräge und strange, visionäre „Kunst- und Geisteswissenschaften“ vom gelangweilten Pandabärchen zu lesen (ja, ich habe zu den ersten 100.000 Lesern gehört und das noch weit vor meiner Facebook-Karriere, weil ich einfach voll der mega hippe Trendmaster bin (ich fand auch Norman Reedus schon hundert Jahre vor The Walking Dead toll und zwar als richtigen Schauspieler und nicht als Serientroll, müsst ihr unbedingt wissen)). Ja, und dann kam auf einmal dieser big Hype und nun berichtet BP fast nur noch über Katzenbabies, Promi-Tweets und jeden bullshittigen „Trend“ abseits jedweder Kunst- oder Geisteswissenschaft, der grad so mega angesagt ist halt im world wide web im Moment, wenn ihr versteht, was ich meine.

Trotzdem weigere ich mich, der Seite zu entfolgen, weil ich einfach total mega heiß auf alles zu erfahren bin, was die Welt so in ihrer craziness zu bieten hat (über empörte und völlig angstgeplagte US-Bürger, die ihre Autotanks plötzlich selbst bezapfen könnten /// über allerweltsprominente Sarah Silvermänner, die ihren hatern mit love entgegnen anstatt mit noch mehr hate, ohne dabei auch nur einen leisen Hintergedanken zu reiner Selbstinszenierung und Eigennützigkeit zu verfolgen, und dafür riesigen Zuspruch und Lorbeeren ernten /// über fails in any way (Kleinkinderspielzeugdesigns, Mogelpackungen, Make-Ups, Illusionen) /// und / und / und).]

Und ja. Darum erfuhr ich auch über diese (opens in new tab) Begebenheit – einen nach langer Zeit mal wieder glückseligen Beitrag über echte Kunst.

Hier das Thema kurz:

Es geht um das Umgestalten von Hakenkreuzen, zu denen man auf Englisch übrigens swastika sagt, was ein ziemlich übertrieben schwules Wort dafür ist in meinen Augen, und ich komm einfach nicht umhin, mich in diesem Zusammenhang immer an sowjetische sputniks und spastiken erinnern zu lassen oder spasibo sagende Russisch-Sprechende oder sagen die gar kein spasibo mehr, diese Undankbaren?

Mein Eintrag wird zu lang und miserabel.

Hier meine Questions:

o Sollte man tatsächlich ein swastika zensieren?

o Sollte man ein Hakenkreuz verbieten auf ganzer Ebene?

o Ist ein Hakenkreuz pures Symbol des Hasses und der Fremdenfeindlichkeit?

o Und ist es angebracht, Hakenkreuze dann und wann zu repainten, wie es einem gefällt, und den sogenannten „hate“ mit „love“ zu ersetzen?

Und hier meine eigene Sülze dazu, die von großem, weltherrschaftlichem Belang sein wird:

Natürlich darf Kunst so witzigerweise dramatisch besetzte Zeichen übertünchen.

Natürlich darf Kunst ja so gut wie eigentlich alles in der Welt, z.B. auch pädophillastiges Bildmaterial aus vergangenen Tagen immer noch in Museen aufrecht erhalten (ganz bestimmt, keine Frage).

Kunst darf auch parodieren und auf diese Weise sogar die kritischsten bishin zu tabuisierten Themen auf eine lustige Weise weniger bedrohlich machen.

Die Kunst von Hakenkreuz-Paintbacks erinnert mich an etwas Besonderes und zwar genau daran, dass die Welt und das Leben eigentlich sehr viele Facetten haben, aber darunter auch unter sich zu vereinbarende Extreme wie z.B. Hass und Liebe. In Donnie Darko ist die Gegenseite von Liebe übrigens Angst, what do you think?

Es erinnert mich daran, dass ich als Teenie selbst in jeden Winkel meiner Schulhefte und auf meine Handflächen Hakenkreuze gemalt habe, um sie später wieder in Fenster aus vier Quadraten zu verwandeln, damit keiner davon Notiz nehmen kann. Wahrscheinlich aber weiß eh jeder Lehrer, dass vierquadratige Fenster mal eben Hakenkreuze waren, also ich würde das zumindest wissen.

Das habe ich überhaupt nicht aus Hass oder Fremdenhass getan. Das hab ich aus der Faszination des Tabus heraus getan und weil die Symmetrie und Ordnung dahinter so unglaublich beruhigend wirkte auf mich wie das fucking Haus vom Nikolaus ungefähr. Und weil mich das Symbol in einen ganz enormen Bann der Ehrfurcht versetzt hat. Das tut es heute immerhin auch noch.

Wahrscheinlich wird es das auch für den Rest meines Lebens, so lange es tabuisiert und verboten wird, genau so wie heavy drugs und Verbrechen mich einfach wahnsinnig in den Bann ziehen. Diese zwei Dinge, also harte Drogen und die ganze kriminelle Welt, („Und Sie werden immer fürchten, was Sie nicht verstehen“, sagt Carmine Falcone zu Bruce Wayne über die Welt der Verbrechen) sind zwei so mystische und fantasiebehaftete Milieus für mich, dass ich sie in fast allen meinen Geschichten hingebungsvoll einpflanze. Als unschlagbare, ridiculous Bestseller-Features sozusagen, damit ich auch irgendwann mal berühmt werde.

Glory glory.

Fuck me hard. Was ist mit den ganzen aufsässigen Unzufriedenen, die ein swastika an die Wand vor Häuser malen? Sind das alles Komische? Kann es nicht auch sein, dass denen ein Hakenkreuz sinngemäß überhaupt nichts bedeutet? Und selbst wenn?

Also würde ich vor 75 Jahren leben, würde ich mit meinen Gedanken schon die Innenwände eines KZs sehen und sterben, falls mich die Euphorie des Nazi-Regimes nicht selbst packen würde und ich darüber hinaus auch meine ganze psychische Labilität und Transsache blendend vergesse. Or suicide or whatever. Das ist aber egal.

Also die hirnrissige Tatsache ist, dass ich mich von einem kleinen Hakenkreuz an der Wand nicht bedroht fühle. Die stehen da genau so wie Sätze wie „Nazis jagen“ oder „Jagt Nazis“. Da sagt ja auch kein Penner was.

Wie soll ich das jetzt sagen, ohne damit jemandem vor den Kopf zu stoßen.

Wer ein Hakenkreuz verbietet und zensiert, hat meiner Meinung nach ein ziemliches Bewältigungsproblem bzw. ein Problem damit, Probleme überhaupt anzuerkennen.

Das ist wie den Namen von Lord Voldemort nicht auszusprechen, das habe ich schon mal gesagt. „Angst vor einem Namen macht nur noch mehr Angst vor der Sache selbst“, hat Hermine Granger gesagt.

Also das Hakenkreuz ist ein Symbol, keine Frage, aber kann es nicht auch das Symbol einer immer mehr verdrängten Weltgeschichte sein, die uns alle etwas angehen sollte? Die man nicht einfach „übertünchen“ und unsichtbar machen sollte? Aus dessen Leid man einfach keine Freude formen kann, in keiner Art und Weise, wie sehr zuweilen man sich das auch wünschen würde? Oder übertreibe ich einfach total pathetisch und uncool, albern und toleranzgestört in meiner Weisheit für alles? Toleranz für die Intoleranz ist ja auch ein sehr wichtiger Aspekt in einer gebildeten Gesellschaft, finde ich.

Vermutlich aber wird die Zahl der öffentlichen Hakenkreuze in Berlin durch so viel publicity und krönende Resonanz und allgemeine Anteilnahme noch ein bisschen zunehmen. An dieser Stelle hätte ich gerne den Namen des Künstlers gekürt, der vor ein paar Tagen noch auf der Seite stand, auf den noch ganz viel bunte Arbeit wartet.