I just can’t understand why we’re going on …

zwei der dinge, die mich sehr beschäftigen in freizeit und alltag, sind erstens filme und zweitens die rolle/ bedeutung von mann und frau und alles, was noch dazwischen sein mag, in der gesellschaft. und weil diese zwei dinge sehr oft miteinander kollidieren, schreibe ich heute über beides.

jeden film, den ich mir ansehe, deute ich als erstes nach der stellung der weiblichen und der stellung der männlichen figuren darin. und natürlich auch der * (transgender xyz figuren usw.). auch in disney-/zeichentrick-filmen achte ich darauf. dadurch bin ich ein sehr frustrierter mensch geworden, glaube ich, weil ich selbst nicht die ehre hatte, als mann auf die welt geboren zu werden. was für ein pech, verdammt noch mal (<- ironie und teilweise auch nicht).

viele filme sind ihrer (entstehungs-)zeit entsprechend nicht sehr korrekt bezüglich der gleichstellung aller geschlechter und der kreation ihrer „rollenbilder“. das kann ich aber nicht mehr ändern, weil es gestern war und zu einem abbild wurde, das nur noch geschichtswissenschaftliche relevanz hat.

einige von den alten, kunstvollen filmen sind dennoch auf erschreckende weise fortgeschrittener in der respektierung und würdigung einer frau als viele filme von heute.

und da u.a. befindet sich der ursprung meiner finsteren frustration: wenn eine ohnehin fragwürdige instanz wie hollywood z.b. immer noch der heutigen gesellschaft so wenig verstand und bildung annektieren kann und am laufenden band filme auf den markt wirft, in denen ganz klar die männer etwas zu vollbringen haben und nebenbei die frau als schönes zierwerk für sexuelle reize herhält und in brenzligen situationen als repressalie verwendet und dann wiederum als hilfloses objekt (der begierde und sehnsucht) von einem mann gerettet werden muss, weil es sich ganz offensichtlich nicht selbst verteidigen kann.

das ist nicht bloß schwachsinnig, sondern demütigend, diskriminierend und beleidigend für mich und viele andere menschen, die so empfinden. wer nicht so empfindet, ist blind in meinen augen.

jedoch sollte man trotzdem differenzieren können zwischen zwei wesentlichen gründen, denenzufolge ein film erzeugt werden kann. das eine ist die freie kunst und das andere der pure kommerz („hollywood“, as I mentioned).

ein film wie elysium, der gestern abend im fernsehen lief und mich heute zu diesem eintrag bewegt, ist kein bedeutendes werk im sinne der kunst. er lebt von hochgewaltigen bildern und vergisst dabei, philosophisch, intellektuell oder wenigstens einer aufgeklärten gesellschaft endlich treu zu werden.

das ist eine weitreichende, elendige blamage für das 21. jahrhundert.

anmerkung nach langer überlegung: diese inhaltliche problematik, von der ich gesprochen habe, mit diesem ganzen ewigen männer-gehabe, schließt eigentlich auch marvel-werke mit ein, selbst, wenn die „drehbücher“ (comix) aus den fünfziger jahren stammen oder sogar noch älter sind, aber eigentlich könnte man sie auch an die heutige gesellschaft anpassen. ich finde marvel-filme so unheimlich lächerlich. durch die bank. die unterhaltungsbranche, zu der filme ja einen ganz enormen beitrag leisten, ist so prägend und beeinflussend und manipulativ und diese verantwortung ist so verdammt riesig, dass man eigentlich mit besserem beispiel vorangehen sollte anstatt immer nur chauvinistische/ patriarchische werte zu propagieren. das ist wirklich fucking snow von gestern.

titel songlyrics: black rebel motorcycle club – howl

 

 

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