report.

heute schreib ich euch zur abwechslung mal was kritisches und zum thema gesellschaft. woho, sowas habe ich ja noch nie gemacht. meine wohnung riecht nach angebranntem. ich hasse den geruch von angebranntem, der bereitet mir etwas angst und so. ich habe mal kekse in meinem ofen vergessen in meiner 35 quadratmeter kleinen wohnung und der stinkende dampf wurde ziemlich umfangreich und angsteinflößend. in derselben nacht ist übrigens ein junkey in der wohnung von meiner damaligen nachbarin völlig ausgeflippt und hat wie ein tier durchs ganze haus geschrien. ich lag da heulend im bett und konnte mich vor angst nicht bewegen, weil er sich anhörte, als würde er jeden moment das haus in brand setzen. nun ja. und jetzt zum thema gesellschaft und kritik und so weiter. also. würde mich jemand danach fragen, welche werte und bedeutenden aspekte ich unserer heutigen gesellschaft zuweisen würde, dann würde ich schon sagen, dass diese übermäßige sucht nach selbstdarstellung auf jeden fall dazu gehöre. quasi diese überindividualisierung, die im gleichen zuge allerdings bemitleidenswert massenhaft und so überhaupt nicht individuell mehr ist nicht in einem augenblick. an zweite stelle würde ich dann den wahnsinn um personalisierte technik setzen. personalisierung um jeden preis halt, akribisches profile erstellen von allen möglichen beknackten leuten, vernetzungen untereinander und sowas alles. das was eigentlich den ganzen tag im internet passiert und wogegen man sich so wenig wehren kann. und an dritte beschissene stelle würde ich dann die unfassbare ignoranz/ naivität diesbezüglich setzen, die mich sehr schwer aufregt um ehrlich zu sein, aber ich schließe mich selbst nicht davon aus, weil ich nicht die eier habe, meinen webkonsum komplett zu beenden. man kann mich vielleicht fanatisch finden oder was, obwohl ich schon finde, dass ein jeder gripskopf zu der erkenntnis kommen sollte, dass sich das wesen des internets wie eine furchtbare distopie in unser krüppeliges leben geschmolzen hat, was uns von den riesigen konzernen, die mitunter dahinter stecken, als wabbschige zuckerbrötchen verkauft wird. es ist einfach alles zu beschissen attraktiv und reizvoll, um sich dagegen aufzulehnen oder etwas davon zu verweigern. manchmal hat man auch keine andere wahl. und nun – ja. so geht das halt immer weiter. ich meine, wer soll mir eigentlich verdammt noch mal sagen, wie ich meine scheißzähne putzen soll, wenn der smiley nicht jedesmal auf- oder ablacht, wenn ich zu doll drücke und so was alles? und morgen? morgen wird dr. best darüber bescheid wissen, wie und wann und wie oft ich meine zähne putze. oder nicht?

ich finde diesen eintrag sehr scheiße

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