my fantastic revolution

aus langeweile entsteht kreativität…

ich kenne diesen satz, ich habe ihn schon gehört und manchmal habe ich das, was er erzählt, erkannt oder gelebt. die kreativität ist aber schwer hervorzubringen, wenn man nicht weiß, was sie nützt. verallgemeinern mag ich an dieser stelle gar nicht, denn ich weiß ja nicht, wie es andern damit geht, mit der kreativität, also besser: weil ich nicht weiß, welchen nutzen es hat, kreativ zu sein, wozu soll ich sie dann überhaupt hervorkommen lassen.
leider bin ich ein ziemlich fantasievoller mensch, mein kopf und meine seele sprudeln oft über vor ideen und fantasien, aber ich seh und seh den nutzen nicht dahinter, etwas auf kreativem weg gestalt werden zu lassen, niederschriften also, gedichte etwa unter vielem anderen auch, wenn es in seiner vollständigkeit bloß vielleicht fünf minuten stolz hervorbringt im anschluss, aber was sind fünf minuten stolz gegen zehn oder hundert stunden arbeit oder denkarbeiten, und die ihr ergebnis einen andern noch viel weniger dazu fühlen lassen als stolz.
vielleicht erfreuen von kleiner dauer nach einer mangelhaften, ungeschulten begutachtung, aber so will ich auch nicht sein, ich verurteile niemanden und seine leidenschaft und ernsthaftigkeit für etwas.
ich glaube, es ist damit das gleiche wie mit dem sinn, am leben zu sein, seine bestrebungen nicht zu wissen, macht einem das leben schwer, denke ich, doch auch neugierig darauf, sie irgendwann irgendworin einmal zu erkennen endlich. es fühlt sich schwerer an, sie eigentlich zu kennen, jedoch zu wissen, dass sie von keiner Endgültigkeit (als prägende kraft) bestimmt werden.
ich weiß, welche meine bestrebungen sind. ich habe in meinem Leben herausgefunden, worin das glück für mich bestünde, und ich sehe, dass es aufwand und mühen seelischer natur benötigt, um sie gleichermaßen kurze kleine momente des glücks erzielen zu lassen. ich habe keine endgültige bestrebung. ich kann nicht sagen, ich sähe mich in meiner zukunft, mit einem menschen an meiner seite, am fernen ende dieses lebens, ein paar kinder dazu, die schon selbst etwas bewirkt haben, ein rückblick auf lange, sinnvolle jahre, sinnvoll in allen zweigen der nation, den gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, menschlichen.
kein gedanke an eine finale errungenschaft, keine leidenschaft hierfür, kein ehrgeiz oder antrieb brennt dafür in mir.
es sind all jene momente der tiefsten überwältigenden leidenschaft, die mir das glück für eine süße kleine weile in herz und seele tragen. aber was ist dieses kleine weilchen glück gegen ein leben mit allen pflichten und sorgen, den vielen ängsten darin. wie kann ein band voll von ein paar wenigen momenten kleiner freuden jemanden am leben halten, wenn diese freuden die gleichen sind und des immer gleichen ursprungs, etwas einfachem, banalem zugrunde liegend wie dem anblick einer unendlichen natur von menschenhand unberührt, beispielsweise. wenn kein licht am ende, nach so vielen kleinen fetzen des lichts, heller und größer erstrahlt als alles zuvor gesehene.

von mir
und scheiße
weil alles von mir scheiße ist
pech gehabt
ich bin so traurig und desillusioniert

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