kindheit

ich hab einen ziemlich komplizierten einfall zu einem blogeintrag. nur kann man den nicht ganz einfach zusammenfassen, das nervt mich. es geht, wie man sich vielleicht denken kann, um einiges aus meiner kindheit. zum beispiel die filme von damals, die mich so inspiriert und geprägt haben, aber nicht besonders gut.
star wars gehörte auf jeden fall dazu. und so ist mir halt schon recht früh recht bewusst gewesen, dass in diesen ganzen filmen von helden und großen taten eigentlich immer männer etwas großes leisten und frauen sich nur darin als lückenfüllende nebenrollen aufhalten, für deren schutz natürlich die männer zu sorgen haben.
das hat sich auf mein ganzes leben ausgewirkt. vielleicht auch die tatsache, dass mein dad nie zu hause war, sondern auf arbeit und somit der einzige junge, mit dem wir so zu tun hatten, mein bruder war.
der war immer was tierisch besonderes für mich so als einziger junge und außerdem ist er ja 15 monate älter als meine schwester und ich und wusste und konnte immer schon mehr als wir zwei.
ich habe ihm immer hinterhergeeifert, in jeder hinsicht. was das spielen anging mit z.b. lego oder autos. bombe. na ja. wollte immer mit ihm zusammen sein und seinen freunden anstatt mit irgendwelchen mädchen.
und als dann so das große medieninteresse anfing, natürlich auch, hab mich zu so einer art konkurrenz reißen lassen, indem ich stunden damit verbrachte, mich über musik, videogames, filme und son scheiß zu informieren, nur um eines tages gleichauf oder sogar besser als er zu sein. das hat auch geklappt und das schönste, was mir damit in verbindung im gedächtnis geblieben ist, war einmal seine aussage, dass ich mich wirklich gut mit musik auskenne, da ich bands kenne, die die meistens oder so gut wie alle andern nicht kennen würden. das hat mein selbstbewusstsein damals langfristig sehr aufgepusht.

heute ist das immer noch so. ich wollte immer, dass mein bruder mein zwilling wäre anstatt meine schwester, die eigentlich mehr eine gegenspielerin von mir ist.
ich gucke mir immer noch total viel von ihm ab. hör die musik, die er hört und finde die auch toll. selbst, wenn das elektronischer scheiß ist oder amerikanischer hip hop oder rap halt.
und wenn ich dann diese musik beispielsweise höre, fühl ich mich mehr zuhause als auf irgendeine andere art.

darauf erst mal neelix mit coloured light. that song is also awesome.

nachtrag (09.2013): stimmt übrigens auch nicht mehr, mein bruder ist so dermaßen abgehoben, der kann einem nur noch auf den geist gehen, und die ganze drogenscheiße, aber die ist ja gott sei dank passé, bis auf die auswirkungen wohl.