pisse

ich frage mich ja seit gestern (nicht schon wieder eine frage), ob es provokant oder einfach nur dämlich ist, in einem halb zerrissenem t-shirt in die stadt zu gehen. was aber auch nur daran liegt, dass man vorher eventuell arbeiten war und man da ja nicht groß auf edle kleidung plädieren muss und so weiter.
jedenfalls ist es sehr doof, wenn man im anschluss ohne vorher daran gedacht zu haben, dass man ja noch zum arzt gehen wollte, zum arzt geht, und vielleicht in der eisdiele danach einen aprikosen-milchshake trinkt, weil die blöde eisdiele wieder keine melone da hat. und dann trifft man zufällig auch noch so eine art ex-freund, der immer noch so unverschämt gut aussieht, dass einem die knie schlottern, wenn man ihn gerade angesprochen hat. (leider wollte er nie so wirklich eine beziehung mit mir, obwohl unsere freundschaft sagen wir etwas intensiv war).

na ja egal. also. da ich ja sowieso eher kein vorzeigemädchen bin (tut mir leid, meine haare sind nun mal nicht engelsgleich, mein gesicht auch nicht), kann ich auch scheißshirts tragen, die schon fast verbrecherisch aussehen.

damit wäre auch diese frage geklärt.

fragen über fragen

warum sind es gerade die asozialen, die am häufigsten das wort asozial gebrauchen, um irgendwelche dinge als negativ hinzustellen, und warum sind diese leute so wahnsinnig realitätsfremd, obwohl sie einen so wahnsinnig großen teil unserer gesellschaftlichen realität ausmachen (man kann nur hoffen, dass sich die allgemeinen anstandsnormen nicht verändern je nach durchschnittsbürger, dessen niveau tag für tag zu sinken scheint).
und warum beschäftigt mich das jetzt so sehr?
ha.
weil ich seit drei wochen im fachwerk arbeite (quasi das dschungelcamp mindens) und mein hirn sich irgendwie gefickt fühlt von so viel dumm- und zurückgebliebenheit, die man dort antrifft.
wobei ich auch meisterin der anpassung und integration geworden bin, alles zum selbstschutz natürlich.
everyone seems to get along with me and I seem to get along with everyone.